"Gebt ihnen kein Geld! Sie sind Diebe!" Unruhen in Haiti


Nur Stunden nach den heftigen Erd- und Nachbeben in Haiti, die bisher offenbar mehr als 140.000 Menschenleben forderten, hatten die 'großen' Staaten schon die erste Hilfe zugesagt. Jedoch sind die vollmundig angekündigten Hilfskräfte erst rund 48 Stunden später gestartet. Nach zwei Tagen ohne Wasser und hilflos unter Trümmern eingeschlossen, vielleicht verletzt, wurde die Zeit bereits knapp und die Überlebenschancen sanken weiter und weiter. Das Jahrhundertbeben, wie man es schon früh bezeichnete, "ist eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes", so der Sprecher der entsendeten Truppen nach ihrer Ankunft. Und nach Aussage des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sind fast drei Millionen Menschen von Hilfe abhängig.

Katastrophenschutzteams mit Suchhunden und schwer bewaffnete Soldaten sind auf Haiti im Einsatz. Die öffentliche Ordnung soll schließlich auch gewahrt werden können, "falls es zu Unruhen kommt"! Scheinbar wurde das in die Überlegungen schon früh mit einbezogen, aber das Verteilen von Nahrungsmitteln und Wasser? Die wenigen Hilfsgüter werden via Flugzeug abgeworfen und so breit gefächert, dass sich die Leidenden und Hilfesuchenden mit aller Gewalt darum streiten müssen.

Keine Decken oder Wasser, "spenden Sie nur Bares"

George W. Bush und der Sonderbeauftragte für den Inselstaat, Bill Clinton, sind derweil auf Spendentour und sammeln nach eigenen Angaben "nur Bares". Demnach wolle man dafür sorgen, "dass das Geld sinnvoll eingesetzt wird”. Doch wie sicher können wir uns dessen sein? Gab es nicht schon die eine oder andere Spendenaffäre, den einen oder anderen Korruptionsskandal in der Politik? Oder glauben die Menschen jetzt wieder mehr an das Saubermann-Image der Politiker?

Die Haitianer starteten ihrerseits auch einen Aufruf: "Gebt denen kein Geld. Das sind Diebe!", ruft ein Mann in die Kamera, ein zweiter "Gebt ihnen kein Geld." und ein weiterer "Helft den Menschen". Der Chef der Internetplattform CharteWatch.de, Stefan Loipfinger, gibt in der Onlineausgabe des Focus ein paar Tipps zum "richtigen Spenden" Der ärmste Staat des gesamten amerikanischen Kontinents will kein Geld, sie rufen nach Hilfe und brauchen diese dringend. “Es gibt keine Krankenhäuser, keinen Strom, keine Lebensmittel, kein Wasser, nichts!”, so die Klagen der Haitianer.

Wo waren eigentlich die auf Haiti stationierten Truppen ?

Nach einem Bericht von tagesschau.de gab es in dem Inselstaat 9000 stationierte UN-Blauhelme und -Polizisten sowie 2000 zivile Helfer, die kaum reagieren konnten, weil ihr Hauptquartier zur Hälfte zerstört sei und ein großer Teil offenbar als vermisst gilt. Ihre eigentliche Aufgabe war dabei zu helfen, ein funktionierendes Gemeinwesen wieder aufzubauen, nachdem im Jahr 2008 vier Hurrikanes über die Insel Hinspaniola hinweg fegten und fast alles zerstörten. Die Anzahl wurde nach den Beben um 'nur' 2000 weitere Blauhelm-Soldaten aufgestockt.

Am 7. Februar finden in Haiti Wahlen des Staatsoberhauptes statt, aber es ist fraglich, ob diese unter den aktuell chaotischen Umständen, die sicher noch einige Zeit anhalten, überhaupt abgehalten werden können. Es scheint so, als wäre jetzt durch schnelle und zielgerichtete Aufbauhilfe die Möglichkeit gegeben für einen Wahlkampf ohne Gleichen, doch wird stattdessen der Notstand ausgerufen. Sicherlich ist das nicht ganz falsch, zu bedenken gebe ich allerdings, dass die Notstandsgesetze nicht ausschließlich dem Wohle der Bevölkerung dienen, auch wenn sie schnelleres und unbürokratischeres Handeln ermöglichen.

Die USA fühlen sich dem Inselstaat eng verbunden

Nachdem die Kolonialherrschaft der Franzosen endete und Amerika die Ordnungsmacht wurde, drängte man im Jahr 1986 den damaligen Diktator "Baby Doc" Duvalier ins Exil und griff in den folgenden Jahren immer häufiger in den holprigen Weg zur Demokratie ein. 2004, bei der sogenannten Haiti-Revolution, stellten sich die USA gegen den vorher gestützten Präsidenten und "kidnappten" ihn mittels Marine und brachten ihn außer Landes. Ein Vorgehen, dass an Venezuela erinnert.

Fünf Tage nach den Beben: "Wo bleibt die Hilfe?"

Die Rede ist von einem logistischen Albtraum! Die amerikanischen Militärs haben den Flughafen übernommen und legen ihr Hauptaugenmerk natürlich auf eigene militärische Interessen, während die UN auf das Vorrecht für humanitäre Einrichtungen erwirken will. Auch Experten argwöhnen, dass die Genehmigungen für andere Länder eher schmächtig ausfallen dürften. Nach Silvestre Castro, dem Leiter des freiwilligen Logistik-Teams der DHL in Amerika, landen rund 45 Maschinen täglich, fast alle seien Militärflugzeuge und bisher habe er nur maximal acht humanitäre Flugzeuge pro Tag gezählt. Auch "Lebensmittel, zum Beispiel Reis oder Milch, habe ich noch nicht ankommen gesehen."

Ziviler Ungehorsam = Terrorismus ? Non-Goverment Organisationen fürchten Anti-Terror-Gesetz

Standard.at - Das "Terrorismuspräventionsgesetz", das unter anderem bestimmt, dass die Ausbildung in Terrorcamps bereits strafbar sein kann, ist in Österreich weiter auf dem Vormarsch und es regt sich immer mehr Widerstand. Die größten Bedenken sind zum Beispiel die Besetzung eines Areals, die als Terrorismus eingestuft werden und eine überhöhte Kriminalisierung kleinerer Delikte stattfinden könnte, so wie kürzlich erst bei Tierschützern geschehen, die unter Mafia-Verdacht vor Gericht gebracht wurden. Das "Gutheißen einer terroristischen Straftat" soll ebenfalls künftig mit 2 Jahren Haft unter Strafe stehen.


"Nötigung","gefährliche Drohung" oder "Störung des öffentlichen Lebens" begründen den Verdacht. Damit könnte auch ein Protest oder ein Aufruf bei Facebook gemeint sein, mahnte Amnesty International. Auch der Österreichische Journalisten Club warnt vor der Einschränkung der Medienfreiheit. Durch die "mediale Anleitung zur Begehung einer Straftat" könnte ein Sicherheitsmangel-Check am Flughafen kriminalisiert werden. Die Streichung einiger Artikel wurde angefordert.

Tatbestand "Folter" soll ins Strafgesetz

Standard.at - Zwar hatte Österreich die UN-Übereinkunft bereits 1987 ratifiziert, allerdings soll es nun ein Gesetz geben, das entschied der Menschenrechtsausschuss im Parlament. Demnach soll das österreichische Strafgesetzbuch - mit einer Definition und mehr Revisionsmöglichkeiten für Strafschutz - entsprechend erweitert werden. So soll zu milden Urteilen "wie in den letzten Jahren" vorgebeugt und die vorhandene, rechtliche Lücke geschlossen werden.

"Gefängnisse ohne Gitter" in Österreich - Frankreich interessiert

Standard.at - Vollzugsanstalten in Wien-Simmering und Münchendorf testen den offenen Vollzug. Im Rahmen einer traditionellen Landwirtschaft mit Weizenanbau, einer Rinder- und Schweinezucht können sich die "Insassen" frei bewegen, ihrer täglichen Beschäftigung nachgehen und abends schlafen sie in der Anstalt. Sogar Ausbildungen (Maler und Anstreicher, Maurer, Schlosser, Installateur, Tischler und Koch) mit Diplomabschluss sind möglich. Auf die Erhaltung der Familie wird beim Besuchssystem viel Wert gelegt. Ähnliche Anlagen gibt es auch schon in den Niederlanden (Lelystad, bekannt für hochtechnologische Überwachungsgeräte) und die, wie eine Kleinstadt funktionierende, Anstalt in Madrid (Spanien).

"Die unumstrittene Chefin von Europas größter Wirtschaftsmacht" - Lobeshymne des US-Magazins "Time"


Nicht nur das Krisenmanagement oder die Popularität, auch die Tatkraft der Kanzlerin wurde mit dem Titel "Frau Europa" gewürdigt. Sieht man jedoch die Zustände in der heimischen Koalition mit der FDP fällt auf, dass einiges im Argen liegt. Das groß angepriesene Zusammenspiel der CDU/CSU-Fraktion und den freien Demokraten klappt leider noch viel zu selten. Gut, dass der Koalitionsvertrag so prächtig formuliert ist, dass sich alle Streitparteien auf ihn beziehen können. So ist die Entlastung von 20 Milliarden Euro zwar vorgesehen, aber der "Finanzierungsvorbehalt" für Notfälle passt als wunderbares Argument. Fehltritte, wie die Mehrwertsteuersenkung für Hotels, "müssen wir jetzt leider machen", so Merkel. Der Stil der Kanzlerin ist weder die "Basta-Politik" noch sind es Machtworte, aber sie könne den ewigen Streitigkeiten nicht dauerhaft zusehen. Auch die "Time" fragt nach: "Angela Merkel hat mehr Macht als jeder andere Führer auf dem Kontinent, was wird sie damit anfangen?"

Kommt der Rücktritt, oder lenkt man die Masse wieder mit einer Ente ab ?


Der Euro gerät in Fern-Ost stark unter Druck, wegen einem Gerücht? Es geht um den befürchteten Rücktritt von "Frau Europa" und die Devisen-Märkte geraten gleich durcheinander. Das Dementi "absolut frei erfunden", begleitet von Kopfschütteln und Unverständnis, von Vize-Regierungschef Christoph Steegman, ließ nicht lange auf sich warten. Und doch: Selbst der Vizekanzler, Guido Westerwelle, geriet in helle, hektische Aufregung und rief sofort in Berlin an, um zu klären, ob an den Gerüchten irgendetwas dran sei. Ein Händler in Hongkong bezeichnete das Buschfeuer als "Blödsinn". Der Euro verlor bisher fast zwei Cent an Wert und alle Welt spricht von einer massiven Auswirkung.

Was ist an den Börsen sonst noch passiert ?

Das Sorgenkind Griechenland ist noch immer aktuell. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat beschlossen, der Regierung und dem Staat keine Sonderbehandlung zuzusagen. Die Hoffnung auf Beistand und die helfende Hand schwindet immer mehr. Auch steigen die Zweifel der Börsianer an Griechenlands Souveränität. Die wenigsten glauben, dass die Regierung noch Herr der Lage sei. Dazu kommt die Sorge, dass Hilfe von Außen bald nötig sein wird. Zwei der führenden Ratingagenturen haben eine "Lex Griechenland" (eine Art der Staatsanleihe) bereits auf unter BBB benotet und die dritte könnte bald nachziehen. Die Refinanzierung griechischer Banken ist mit hohen Risiken verbunden und scheint immer mehr aus dem Ruder zu laufen. Weiterhin problematisch werden die Ankündigung ("zu dem strikteren Regime aus Vorkrisenzeiten zurückkehren zu wollen") und die Warnung ("die Erholung wird nicht gleichmäßig verlaufen") der EZB gesehen.

Randnotiz: Goldman Sachs hat die Deutsche Börse von "Buy" auf "Sell" gesetzt und das Kursziel von 73 auf 52 Euro gesenkt.

Als der Spiegel noch Fragen stellte und Antworten fand


9/11 ? Schon wieder ? Nein, mal anders! Die online Ausgabe des Spiegels, am 17. September 2001, war schon früh richtig auf dem Plan, oder? Während alle noch die Hand vor dem Mund und den Schrecken im Gesicht hatten, stellt man hier schon Fragen nach dem "Qui bono" und setzt das Gedankenspiel gekonnt fort. Bei Worten wie: "umfassender Feldzug" und "mit allen verfügbaren Mitteln" sollte man immer "Krieg" hören. Aber gegen wen? Die Antwort kam von Rumsfeld persönlich, als er die Amerikaner auf die "neue Art von Krieg" einschwor: "politisch, wirtschaftlich, diplomatisch und militärisch" werde der Kampf sein. Und es gäbe "kein historisches Vorbild". Ist das der Gedanke hinter jedem nächsten Krieg? "Kein historisches Vorbild"? Muss es immer eine "neue Art" sein?

Der Vergleich zu Libyen von 1986: Die USA und ihre Verbündeten haben Terroristen und terroristische Staaten schon immer hart bekämpft, aber der terroristischen Gewalt hätte es keinen Abbruch verschafft, im Gegenteil: Nachdem die Amerikaner, auf Geheiß von Ronald Reagan, der außerdem zum weltweiten Kreuzzug aufrief, das Hauptquartier des libyschen Despoten Muammar al-Gaddafi bombardierte, eskalierte die terroristische Gewalt. Was ist also die neue Qualität der Terrorbekämpfung und was sind die militärischen Ziele? Die höchstens über 2000 ausgerüsteten Gefolgsleute und Kämpfer des Osama bin Laden, die sich offenbar schon unter die Bevölkerung gemischt oder in vorher gegrabenen Schächten versteckt hatten, seien dennoch sehr gefährlich und selbst für die Luftwaffe ein echtes Risiko. Auch wenn bei Luftschlägen, die bereits von den Taliban langjährig terrorisierte zivile Bevölkerung befürchten müsse, dass sie das versehentliche Ziel werden könnte.

"Es geht um das Ende der Staaten, die Terrorismus fördern", sagte Paul Wolfowitz, 2001 stellvertretender Chef des Pentagon. Er machte sich so für eine komplette Invasion stark, so wie zur Zeit des Golfkriegs, als er sich für die Besetzung Bagdads und die gewaltsame Absetzung Saddam Husseins aussprach. Er wurde jedoch überstimmt. Wie Volker Pispers es auszudrücken vermochte: Dann hat man noch "den Arsch im Wandschrank!"

Es ist noch nie einer anderen Macht gelungen, Afghanistan tatsächlich zu unterwerfen - vielleicht auch, weil es keine wohlgesonnene politische Aufmarsch-Basis gibt. Die USA, damals noch unter Bush, war darauf angewiesen, dass die verbündeten Staaten das radikale Vorgehen zumindest militärisch - wenn schon nicht moralisch - als berechtigt ansehen und die Nato stellte erstmals in ihrer Geschichte einen kollektiven Verteidigungsfall fest. Wenn man sich das russische Vorgehen in Tschechien als Vorbild genommen hätte, wären tausende Unschuldige gestorben, aber man wollte nicht "für jeden dieser Typen, den man tötet, zehn neue erschaffen". Die USA rechneten schon von Anfang an mit weiteren Anschlägen als erneute Vergeltung.

Am 19.09.2001 berichtete der Spiegel von über 100 Kampfjets für die Golf-Region, einer möglichen Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA, der Beteuerung des Taliban-Führers Mullah Mohammed Omar, dass Osama bin Laden weder die Mittel noch die Kontakte gehabt hätte und dass das Fadenkreuz der USA auf mehrere beteiligte Staaten gerichtet sei. Währenddessen flohen die Afghanen zu zehn Tausenden aus den Städten, aus Furcht vor den amerikanischen Angriffen. Fast vier Millionen Flüchtlinge benötigten Hilfe vom Welternährungsprogramm.

So sehet dort! Es kommt des eiligen Fußes! - Kennt ihr schon...


... die Werbung von der Bundeswehr? Da schallt es einem mit einer sehr freundlich weichen Stimme entgegen: "Bundeswehr. Eine Karriere mit Zukunft." Vorher nur die schönsten, spannendsten Bilder, mit heroisch-dramatischer Musik unterlegt. Man sieht Fallschschirm- und Feld-Jäger, einen Taucher, ein U-Bot, Freeclimber, und zuletzt ein hübsches Mädel (vielleicht 25 Jahre jung) in einem weiß lackierten Bomber, in dem sie lächelnd durch die Wolken fliegt. Diese Werbung läuft auf einigen Sendern der RTL Interactive Mediengruppe und Rothschild-TV (ProSiebenSat1 Media AG/ Stichwort: Haim Saban) sendet ihn sogar auf Comedy Central, MTV und Viva. Unglaublich! Geschmacklos!

Die Junge Welt berichtet über einen Jugendverband, der "der Bundeswehr die Werbetour vermiesen" und sie aus der Schule verbannen will. Das Motto "Bundeswehrfreie Zone" geht der immer aufdringlicheren Nachwuchswerbung und Propaganda in Arbeitsagenturen und den Lehranstalten an den Kragen, so zumindest das Ziel.

Wer jetzt noch leugnet, was offensichtlicher nicht sein kann, der verschließe nun seine Ohren, Augen und verstecke sich unter der nächsten Decke oder noch tiefer in der Höhle für den Geist.

Denn die Süddeutsche titelt: "Krieg als Geschäft". Die folgenden Worte sind der absolute Hammer:
"Zwischen Illegalität und Immunität: Private Militärfirmen erleben einen weltweiten Boom. Die Söldner kämpfen in einer rechtlichen Grauzone. Die Toten erscheinen in keiner offiziellen Statistik." Anschließend wird noch ein spannender Dialog zitiert, der zwar schon einige Jahre alt ist, aber noch immer brandaktuell. Dennis Kucinich stellt eine im Kern einfache Frage: "Ist das Verteidigungsministerium bereit, strafrechtliche Schritte gegen Angehörige von Mitarbeitern privater Militärfirmen einzuleiten, die im Verdacht stehen, einen Zivilisten in gesetzeswidriger Weise getötet zu haben?" Die Antwort des leitenden Pentagon-Mitarbeiters fiel sehr knapp aus: "Ich kann diese Frage nicht beantworten." Antwort von Kucinich: "Sehr interessant. Diese privaten Einsatzkräfte kommen demnach bei Mord ungeschoren davon. Sie unterstehen also nicht dem Gesetz, sondern haben einen Freibrief für ungesetzliches Handeln."

Weiter findet man in dem Artikel, dass Angehörige privater Militärfirmen (PMF) nicht in die militärische Kommandokette eingegliedert sind, damit nicht den Streitkräften angehören und den Status "illegal an Kampfhandlungen teilnehmende Zivilisten" tragen. Sie unterstehen nicht den Militärgerichten, im Irak gilt für Söldner und US-Streitkräfte Immunität vor dem Irakischen Gesetz. Auch wird offenbar die Anzahl  der PMF nach oben hin geschönt, demnach haben sowohl Kritiker als auch Befürworter ein gesteigertes Interesse an den "groben Schätzungen". Angeblich soll es 2200 Anbieter geben, bei einem Jahresumsatz von 220 Milliarden Euro. Tote Söldner sind keine toten Soldaten, deren Morde sind keine staatlichen Morde und Gesetz ist nicht gleich Gesetz. Was ist also die Menschenrechtskonvention: Nur Papier? ..! Und wann sehen wir deren Werbung ? Vielleicht unter dem Titel: "Ungestraft Morden. Blackwater."

Neues Deutschland - Jetzt heuern sogar Reedereien die ehemaligen Soldaten an. Die weltgrößte Reedereigruppe A.P.Møller-Maersk lässt künftig die Flotte am Horn von Afrika von Söldner schützen. Der dänische Reederei-Riese hat dazu ein Kriegsschiff im ostafrikanischen Tansania gemietet. Die wertvolle Fracht der unterstützten Schiffe - meist Erdöl und Flüssiggas - sei besonders gefährdet, da die Lösegeldforderungen "professioneller Piraten" entsprechend hoch ausfallen. Diese Art der militärischen Aufrüstung ist für den technischen Direktor der Reederei, Steffen Jacobsen, "nicht nur absolut notwendig, sondern auch legal." Auch wenn es nur eine "zeitweilige Lösung" sein kann, so Jan Fritz Hansen vom Reedereiverband, gäbe es im Moment "keine Alternatve." Immunität werde den Söldnern natürlich auch hier gewährt, da dies in den AGBs der privaten Miliärfirmen verankert zu sein scheint.

A pros pros: Diplomatische Immunität ist selbst in Entführungsfällen mutmaßlicher Terroisten unantastbar. Drei Personen wurden kürzlich erst mit dieser Begründung freigesprochen. CIA und SISMI-Agenten (italienischer Geheimdienst) genießen dieses Privileg nicht und wurden zu mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ein Beispiel in Deutschland sind die - Ende November 2009 - verhafteten chinesischen Spione, die die Münchener Uiguren-Gemeinde ausspioniert haben sollen. Das Generalkonsultat ist zwar der Auftraggeber, kann aber nicht zur Rechenschaft gezogen werden. In Schweden gilt diese Begünstigung allerdings nicht. So wurden am Stockholmer Flughafen zwei Nordkoreanische Diplomaten in Gewahrsam genommen, wegen Schmuggel von 230.000 Zigaretten. Ihnen droht nun eine Strafe von acht Monaten Haft. In Österreich soll die Abgeordneten-Immunität neu geregelt werden. Es geht um eine Lockerung bzw. Abschaffung der Unantastbarkeit bei Fragen die nicht politischer Natur sind. In politischen Angelegenheiten soll sie allerdings weiter gestärkt werden.

Euronews - Pierre Falcone, der Waffenhändler im Korruptionsprozess "AngolaGate" berief sich auch auf seine diplomatische Immunität, da er den Staat Angola vertrete, wurde jedoch zu sechs Jahren verurteilt. Jean Christoph Mitterand, Sohn des früheren französischen Präsidenten, brachte Falcone und die Angolische Regierung zusammen, erhielt damals 1,7 Millionen Euro als Dank und zwei Jahre auf Bewährung als Strafe vom Richter. Der Vorwurf lautete: Lieferung von Panzern, Hubschraubern, Kriegsgütern und Waffen in das Bürgerkriegsland, im Wert von 526 Millionen Euro.

Die Zusammenstellung des Goldstone-Berichtes und dem dazu verabschiedeten Resolutionstext wird von "Israel Aktuell" als "diplomatische Immunität für Terroristen" bezeichnet. Die Resolution decke die wahren Täter und beschuldige die Opfer, sodass die Wirklichkeit pervertiert werde (S.19).

2010 - Pleitewelle erwartet und auf Staatsbankrotte wird gewettet


Reuters - Hauptsächlich soll die Pleitewelle 2010 offenbar den Mittelstand treffen. Es wird vermutet, dass die Zahl der Insolvenzen auf mehr als 38.000 steigt. Dieses Szenario sei "unausweichlich" aber werde nicht so schlimm kommen wie 2003, als es 39.470 Konkurse gab. Die Kreditklemme sorge dafür, dass die Kapitalpuffer der Unternehmen schmelzen "wie Schnee in der Sonne." Helmut Rödl - Chef der Kreditauskunftei Creditreform - behauptet, dass jedes dritte Unternehmen mit weniger als 10% Eigenkapitalquote arbeitet und appelliert daher an die Banken, mit allen Maßnahmen zu versuchen, die Schritte in die richtige Richtung einzuschlagen und die Zukunftsperspektiven der Kreditnehmer stärker als biher zu bewerten. Er rät zur Risikominimierung, sogar zum "Ausplatzieren von Krediten am Kapitalmarkt".

Mit Arcandor - der schlimmsten Pleite in der Nachkriegsgeschichte - Escada, Qimonda, Woolworth und diversen Autozulieferern war 2009 "das Jahr der Großinsolvenzen", so Rödl. Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung hätten wichtige Firmen mit getroffen, so müsse der Staat mit Abschreibungen von 11,5 Milliarden Euro rechnen und 521.000 Menschen stünden der Arbeitslosigkeit gegenüber. Die Zahl der Privatinsolvenzen hingegen bleibt nahezu gleich (von 98.450 auf 98.800).

"Die Welt" spricht von einer drastischen Zunahme der Konkurse - allein in Hamburg um fast 30% - und erwartet Ausfälle bei notleidenden Forderungen von 750 Millionen Euro. Andere Bundesländer, wie Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt würde es jedoch weit schwerer treffen - mit 1,54 bis 1,66 Prozent (fast jede sechzigste bzw. fünfundsechzigste Firma) bedrohten Unternehmen. "Der Standard" schaut mit Sorge in den Osten Europas und bezieht sich auf eine Studie von UniCredit. Demnach soll bereits jeder dritte Schuldner zahlungsunfähig sein. Auch stehe der Höhepunkt einigen Regionen noch bevor und die Zahl der faulen Kredite werde weiter steigen. Die hohen Ausfallraten würden sich massiv auf die Bilanzen der Banken und Staaten auswirken. Für den Finanzsektor des baltischen Raums werden erst 2012 wieder schwarze Zahlen erwartet. Allerdings sehe man auch große Wachstumschancen für weitere - in diese Region gelockte - Konkurrenten, sodass die Krise eine Neustrukturierung - speziell im Bankensektor - zur Folge hätte.

Das "Handelsblatt" befürchtet sogar Staatspleiten und schlüsselt auf, welche Länder aktuell "auf der Kippe stehen". Die Börse wettet offensichtlich schon mal auf die ersten Opfer und spielt mit den "Credit Defaut Swaps" (CDS) eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Die CDS sind eine Risikoprämie für Investoren, die ihre Staatsanleihen gegen Zahlungsausfälle versichern wollen. Je höher das Risiko eines Bankrotts, desto höher ist die "Versicherungsprämie". Abhängig vom Rating der Agenturen - wie S&P, Moody's oder Fitch - wird die Bonität der Staaten, damit das Risiko und die Höhe der Prämie bestimmt. "Es wird weiter gebastelt, geschönigt, geflickt und gelogen", so der Kommentar des Lesers 'Erwin'. Weiter meint er, mit Bezug auf das FIAT-Geld-System: "Je länger es dauert, umso größer wird der RUMMMMS.... Aber das ist wohl so gewollt".

Die größten Sorgenkinder - Ukraine, Griechenland, Lettland, Pakistan, Island, Japan - sind allseits bekannt. Auch Großbritannien, Italien oder Spanien blieben nicht unbehelligt. Neu dazu gekommen sind Dubai und Abu Dhabi. Jeder Kontinent ist betroffen und gefährdet, doch das Spiel geht immer weiter.

Im einzelnen beleuchtet das Handelsblatt unter anderem die Staaten Argentinien (das bereits 2001 alle Zahlungen der Auslandsschulden einstellte) Venezuela (mit einer Inflationsrate von 25%) Russland (das 1998 und 1999 die Rubelkrise erlebte) und China (die mit Reserven im Wert von 2,27 Billionen $ abhängig von der Stabilität der USA ist). "Solange Amerika nicht ins Wanken gerät" sind offenbar alle Sorgen vergessen. Dass die Schulden der Vereinigten Staaten allerdings fast so hoch sind wie das gesamte Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes, sorgt nicht einmal für eine Herabstufung des Ratings. Noch immer steht es bei "Triple A". Russlands Schuldenberg beläuft sich auf rund 9% des BIP, dennoch ist hier das Rating bei "BBB".

Deutschland steht mit 77 Prozent Verschuldung der Wirtschaftsleistung noch recht stabil gegenüber anderer Staaten in Europa, während für die Franzosen ein hundertprozentiges Defizit bis 2012 vorhergesehen wird. Beide Staaten bekommen aber auch noch immer das AAA-Rating von den Agenturen. Finnland hatte glücklicherweise die Option einer Mehrwertsteuererhöhung bisher noch nicht gebraucht und konnte diese dann 2009 ziehen.

Ist die Witterung unabhängig vom Klima ? - "Das Duell" auf n-tv am 12.01.2010



2009, dem viertwärmsten Jahr seit Aufzeichnung der Klimadaten, folgt ein sehr kalter Anfang 2010. Während es an Nachrichten zu mangeln scheint, gibt es auch in den Talkrunden nicht sonderlich viel Gesprächsstoff. Nachdem die Nachrichten sich überschlugen mit Fantastereien, wie es zu dem wahnsinnig schönen Winter kommen konnte, finden zwei n-tv-Gäste bei "das Duell" eine ganz neue These: Die Witterung ist unabhängig von der Klimaentwicklung, denn sie ist nur eine Laune der Natur. Okay, Frage: Was ist Witterung? Wikipedia sagt: "Sie bildet die regionale Auswirkung von aktuellem Wetter und lokalem Klima." Das bedeutet: Das Klima bildet die Witterung! Weiterhin ist es so, dass die Witterungen die neuen und unterschiedlichen klimatischen Bedingungen konstruieren, wodurch der Kreis wohl geschlossen sein dürfte.

Weiterhin kamen Sprüche wie: "Die Regierung mit ihrem zwei Grad-Ziel orientiert sich an den Messungen von 1850 und das war die bisher lebensfeindlichste Zeit seit es die Aufzeichnungen gibt." Sogar in Deutschland seien hunderte Menschen verhungert, heißt es von Dr. Horst Malberg, dem geladenen Klimaforscher. Die Duellantin - von Bündnis 90/die Grünen - bekam von ihrem Gegenspieler ein klares "Doch. Doch. Das ZDF spricht sogar von möglichen 6 Grad Celsius", mit Lachern aus dem Publikum, als Bärbel Höhn sagte: "Man behauptet ja nicht, dass die Welt untergeht." Sie sprach allerdings auffallend häufig von versinkenden Inseln, dramatischen Dürren, vermehrten Vulkanausbrüchen, häufigeren Waldbränden usw. Jedoch hörte man auch das Eingeständnis, dass die bisherigen Auswirkungen weit weniger dramatisch sind als angenommen.

Auch führte Bärbel Höhn die IPCC-Berichte an und befand alle 2500 Wissenschaftler als unabhängig. Sie nannte das Netzwerk und damit die Inhalte des Berichts als "absolut offen". So versuchte sie die Kritik von Mahlberg abzuschmettern, der behauptete, dass Astrologen die Klimaveränderungen den Sonnenaktivitäten zuschreiben, es aber kaum Ausführungen in dem erst vierten Bericht seit 1990 gab, während fast alle Aussagen der Nicht-Astrologen, die die Schuld beim CO2 suchen, offen und frei auf allen Seiten zu finden sind. Der Sonne werden nur geringe Auswirkungen zugesprochen. Diese Differenzen zeigen, dass es noch immer keine absolute Klarheit gibt, was den Klimawandel verursacht. Wenn man sich das auf der Zunge zergehen lässt, dann wundert man sich nicht, dass die Hardcore-Vegetarianer die Schuld irgendwann beim Tier finden (zu viel Viehzucht, zu viel Methan).

Im 17. Jahrhundert gab es leider noch Aufzeichnungen über das Wetter, aber es soll Berichte geben, die von einer sogenannten "kleinen Eiszeit" berichten und es scheint, als wären wir - nach einer kühlen Phase im 19. und einer warmen im 20. Jahrhundert - jetzt wieder "am Wendepunkt in die Eiszeit". Und das sei  eindeutig erkennbar an der Sonnenaktivität. Im 19. Jahrhundert hätte es eine geringere Anzahl der Sonnenflecken gegeben, während im folgenden deutlich mehr zu beobachten gewesen wären. Wir Menschen haben offenbar die Neigung zur Panik und den Drang des Handeln-Müssens. "Die Politik hat die Aufgabe möglichen Schaden abzuwenden", so die Abgeordnete. Aber ist absolute Allmacht gegenüber der Natur nicht ein wenig übertrieben? "Die bekannten Modelle sind alles nur Sandkastenspiele," sagte der Klimaforscher: "Genau so, wie die Pleiten bei den Banken, die auch auf falschen Modellen beruhen." Darauf Bärbel Höhn: "Lieber gehe ich das Risiko ein, etwas Falsches mit gutem Gewissen zu unternehmen, als nichts zu tun und es ist wirklich ein normaler Kreislauf."

Heiner Bremer, der Gesprächsführer der Talkrunde, benannte die Karikatur (rechts oben) und wartete vergeblich auf eine gesamtheitliche Erklärung. Verständlich, denn das Thema lautete: Klima. Also stellte er die Frage, warum China so massiv als Sündenbock herhalten müsse und bekam auch keine wirkliche Antwort, es sei denn man lässt "Wir brauchen eine Klimaerziehung von oben, die gegen die demokratischen Strukturen agieren können" gelten. Der Einwurf von Dr. Malberg zu dem Skandal der gefälschten Klimadaten aus England, wurde abgeschmettert mit dem Vorwurf der Polemik (das Verängstigen der Bevölkerung) und offenbar gab es dann einen versuchten inszenierten Klatscher von anfänglich nur einer Person und einer weiteren, die gleich mit einstieg. Das "echte" Publikum blieb allerdings ungerührt.

85% der Weltbevölkerung seien für das Handeln der Regierungen, egal wie diese aussehen, allerdings sinke die Bereitschaft, wenn es an den eigenen Geldbeutel gehen soll. Beide Gesprächspartner einigten sich aber auf einen gemeinsamen Punkt: "Wir wollen etwas tun!" Nur was genau ist unklar, weil auch die tatsächlichen Gründe für die Veränderungen noch immer im Dunkeln verborgen bleiben. Oder verschwiegen werden?

Am liebsten mag ich es einfach bequem, mit dem Ziel vor der Tür...


Soll ich dir sagen, was an dir nicht stimmt? Darf ich ganz ehrlich sein? Meine Sorge ist nur, dass du das nicht oder gar komplett falsch verstehen könntest. Nur musst du verstehen, dass diese Worte nicht an dich gerichtet sind, sondern an deine Erziehung, egal ob durch deine Eltern, dein Umfeld oder durch das Verdummungsgerät (TV). Natürlich wird es dich treffen, doch bedenke: Das Ego ist nur ein weiterer falscher, unnützer Baustein, der dich zu dem macht, was für die Welt, die Gemeinschaft und - langfristig - für dich selbst nicht gut ist.

Fehler, die begangen werden, sind oftmals nicht die Schuld des Individuums (sofern sie nicht mutwillig passieren) aber dennoch sind es Eigenheiten und Gesten, die fehlerhaft sind und die es auszumerzen gilt. Ob es Ansichten, Denkstrukturen oder weitreichende Entscheidungen betrifft, alles kann, soll und wird besser werden. So denke zumindest ich als Optimist, der aber auch schon mehrfach die Einsicht erlangte, dass es nicht bei jedem Menschen funktionieren kann, solange nicht genug Vorreiter einen Wandel durchlebten, der die Qualitäten des Seins verbessert hatte. Und natürlich darf es nicht zu schwer sein, die Veränderungen zu begehen und erfolgreich abzuschließen. Doch lasst euch gesagt sein, dass dem geistigen Wesen fast nichts in den Schoß fällt und oftmals nur die Werkzeuge zur Verfügung stehen, die uns in die Wiege gelegt worden sind. Es sei denn, "The Unthinking Majority" hätte sich teilweise doch selbst ein wenig weiter entwickelt und zusätzlich sinnvolle Fähigkeiten erlernt.

"Mich kotzt es an, mich mit dir unterhalten zu müssen, weil du es einfach nicht verstehen willst!"

Solidarische Gemeinschaften (wie bei "der grüne Planet"): Traumhafte Vorstellungen, die in meinen Augen fast das perfekte Utopia sind. Eine Hand wäscht die andere, oder: Jeder hilft jedem, wann immer er/sie kann. Niemand drückt sich vor Aufgaben, weil es Spaß bringt, in Gemeinschaft etwas zu erschaffen, auf etwas hin zu arbeiten, dass allen von Nutzen ist oder sein kann. Das gemeinsame Ziel sollte Motivation genug sein. Völlerei und Übermaß gehören versenkt, verbrannt und verbannt aus jedermanns Gedankengut und müssen - meiner Ansicht nach - Bestrafung erfahren. Warum hört man so selten: "Ich habe ein halbes Brot, das bei mir nur verschimmeln würde. Benötigst du das vielleicht?" oder "Kann ich dir helfen? Oder dir sonst etwas Gutes tun?" Dabei sollten wir genau diese Worte wählen und diese Gedanken haben. Vielleicht "dummen bzw. nicht-denkenden" Menschen, statt die Pest an den Hals, Einsicht und Verstand wünschen. Selbst denen, die uns immer wieder enttäuschen, Versprechen brechen, Verabredungen nicht einhalten oder nicht einmal absagen.

Eine Freundin sagt: "Ich erwarte nichts, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, positiv überrascht zu werden!" und ich stimme gern zu, auch wenn ich diese Aussage als ein wenig zu melancholisch empfinde. Bei den meisten scheint Hopfen und Malz sicherlich verloren, aber die Hoffnung sollte man auch bei den schwierigsten Fällen nicht aufgeben, denn die Einsicht steht jedem zur Seite, wenn es zugelassen wird.

Viel zu oft höre ich zu meinem Utopia: "Das wird nie funktionieren!" Aber wieso nicht? Sind wir zu verbohrt und auf die Jahrhunderte alten - und noch immer aktuellen Strukturen - so festgefahren, dass wir gar nicht mehr umdenken können? Oder liegt es wirklich nur am "Wollen"? Die Ansichten können sich ändern und das nicht erst wenn es zu spät ist, sondern jeden Tag, weil einige bereits voran geschritten sein werden und aufzeigen, wie es gehen kann. Sind wir denn nicht Individuen, die für sich selbst entscheiden können, was das Beste ist? Oder richten wir uns immer und immer wieder nach dem, was uns vorgebetet - gar für uns entschieden - wird, so wie bei Facebook? Schauen wir immer erst, wie sich die anderen verhalten, bevor wir handeln? Dann: Willkommen in der Runde der Schafe! Dann denkt aber bitte an die weisen Worte des Albert Einstein: "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein."

Auch "Wer immer der Herde hinterher rennt, wird immer nur Ärsche sehen!", drang einst an mein Ohr. Darauf kann ich nur antworten: "Dann dreh dich doch mal um! ...und das Lächeln nicht vergessen." Erst dann, so scheint es, werden sich auch andere umdrehen und dem unbekannten Gesicht gegenüber ein Lächeln schenken. Wie oft passiert es, dass ihr durch die Stadt lauft und euch jemand freundlich entgegen strahlt, den ihr nicht einmal kennt?

"Nicht denken! Ausführen!"

Über Jahrzehnte wurden die Zahnräder so getrimmt und ausgerichtet, dass sie nur noch diese Roboter sein wollen. Oder irre ich mich? Bitte! Sagt, dass ich mich irre! Ich will nicht recht haben. Jedenfalls nicht mit diesem Ausspruch. Wir haben unendliche Möglichkeiten der Entfaltung und trotzdem verharren wir in Schemata, die uns - wissentlich - falsch vorgelebt werden. Oft bemerken wir das zwar, aber: "Was soll ich schon dagegen machen?" Dann macht man halt einfach mit. "Warum auch nicht? Alle machen das so!" Na dann: Ist doch super! Oder erinnert sich noch jemand an Mutters Frage von einst: "Wenn alle von der Brücke springen...?" Da juckt es mich an den Stimmbändern, sodass ich rufen möchte: "Erwachet, ihr Lemminge!" Aber ohne Schall verhallt der Schrei am Gaumen vor den Lippen. Offenbar reicht nur ein wacher Geist unter tausenden Träumern nicht aus, um eine Lawine auszulösen. Doch kann der Stein nicht einen zweiten treffen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass auch ein dritter ins Rollen kommt?

Den inneren Schweinehund zu überwinden ist für so manchen ein hohe Kunst. Oft benötigt man Unmengen an Geduld und Zeit, um eine wahrhaft gute Änderung in die Tat umzusetzen. Doch kann sich diese Investition lohnen, auch wenn niemand von heute auf morgen allwissend wird oder alle Wahrheit kennt, so können wir trotzdem jeden Tag einen Schritt in die "richtige Richtung" gehen.

Ich schließe mit den Worten von Hermann Hesse: "Nichts auf der Welt ist dem Menschen mehr zu wider als den Weg zu gehen, der ihn zu sich selber führt."

Italienische Geheimdienstler bereit für den Richter


Hohe Agenten - der Ex-Direktor Niccolo Pollari und seine sogenannte "rechte Hand" Pio Pompa - des italienischen Geheimdienstes (SISMI) sollen in den Jahren 2001 bis 2006 mehr als 200 Richter und Staatsanwälte ausspioniert haben und müssen sich daher nun vor Gericht verantworten. Unter den "Opfern" der mutmaßlichen Bespitzelung finden sich auch Journalisten und Staatsfunktionäre, über die Geheiminformationen gesammelt und ausgewertet worden sein sollen. Von Edmundo Bruti Liberati - langjähriger Vorsitzender der Richtervereinigung - wurden wahrscheinlich Gespräche zu seinen französischen und belgischen Kollegen mitgeschnitten. Die Vorwürfe werden von Pollari klar bestritten und er soll angeboten haben, bei einer möglichen Aussage und nur bei der Befreiung von der Schweigepflicht "italienische Geheimnisse zu lüften."

Standard.at

Spannend nur, dass von diesem Thema keine andere deutschsprachige Medienagentur Wind bekommen hat (oder haben will?). Oder könnte es zu langweilig sein? Denn im November 2009 gab es noch diverse Artikel über die Verhaftung von 23 CIA-Agenten, die offenbar in Zusammenarbeit mit dem SISMI - und damit auch Pollari - einen vermutlichen Terroristen gekidnappt, nach Ägypten verschleppt und in den "Folterknast" gesteckt haben sollen. Der Spiegel bezeichnet die Urteile - 22-mal: schuldig und fünf Jahre, und einmal: schuldig und acht Jahre - als endgültige Abrechnung mit der Bush-Ära. "Drei US-Bürger wurden mit Verweis auf diplomatische Immunität freigesprochen."

Damals mussten allerdings fünf italienische Agenten freigesprochen werden, da Beweise, die eine Kooperation bestätigen würden, als geheim eingestuft und damit nicht einsehbar wären. Damit auch der Kläger und Entführte nicht weiter nachhakt, wurden Abu Omar und seiner Familie 500.000 Euro zugesprochen, für vier Jahre Folter ohne jeden Beweis. Dass deutsche Agenten wieder fein aus dem Schneider sind wundert an dieser Stelle auch nicht. Wie der Spiegel verlautbart, sei der Verdächtige vom Flugplatz Rammstein Richtung Ägypten ausgeflogen worden.

Vielleicht haben die Staatsanwälte, Richter und Polizisten nach den Vorfällen noch weiter recherchiert, geforscht, gesucht und bemerkt, dass dort noch um einiges mehr zu finden war und ist.

Datenfreiheit - Private Bilder: Nicht mit Facebook ! Privacy is out...


Was soll das denn? Muss ich mir jetzt schon keine Gedanken mehr darüber machen, wer meine Bilder sehen oder meine Freundeslisten einsehen darf, weil das für mich entschieden wird? Wenn ich mich irgendwo anmelde und mich auf rechtliche Grundlagen verlasse oder in den Einstellungen angebe, dass diese Daten und Informationen nicht öffentlich sondern "privat" sind, sollte das doch noch einen Grund haben und eingehalten werden. Aber Facebook übergeht ihre eigenen alten AGB's, die - glücklicherweise - nicht weltweit gültigen aktuellen Gesetze, schafft eine neue Norm und führt vor, wie einfach, bequem und kritiklos es ablaufen kann. Das erinnert mich ganz leicht an die Kirche, die sich über die Bibel stellt und schon ruht alle Welt am Sonntag.

Natürlich ist dieser Vergleich überzogen, aber es ist schon außerordentlich vermessen, sich als Firma über die Köpfe von mehr als 350 Millionen Usern zu hinweg zu setzen und das dann noch mit Worten wie: Man wolle nicht, wie andere Firmen "gefangen von alten Konventionen" sein., zu verteidigen. Mark Zuckerberg, der Gründer und Vorsitzende von Facebook, befand die gesellschaftliche Norm als so verändert, dass die Leute offener dafür wären "andersartige Informationen zu teilen" und "dann haben wir es einfach getan." IT-Journalist Marshall Kirkpatrick führte das Interview mit Zuckerberg und kommentierte: "Facebook reflektiert nicht einfach die Veränderungen der Gesellschaft. Ich denke, Facebook selbst schafft soziale Veränderungen." Beweis dafür ist die Selbsteinschätzung der Innovativkraft, das Voranschreiten und der sogenannte Pioniergeist des Internetriesen.

Kritiker melden sich nun vermehrt zu Wort. Peter Schaar, der Bundesbeauftrage für Datenschutz, ist entsetzt und nennt Facebook "alles andere als datenschutzfreundlich". Da reiche schon ein versehentlicher Klick und schon sind ungewollt alle privaten Daten öffentlich. Sogar in den USA regt sich Widerstand. Demnach hätten Datenschützer Facebook wegen der Regeländerungen verklagt. Es dürfe den Unternehmen nicht gestattet werden, die Einstellungen und Richtlinien so drastisch zu ändern bzw. zu reduzieren, so der Chef des Electronic Privacy Information Center (EPIC). Durch soziale Netzwerke seien die Grenzen zwischen privat und öffentlich sehr unscharf geworden, auch leide der Anspruch auf rechtlichen Schutz, so der britische Wissenschaftler Kieron O'Hara im Interview mit der BBC.

Andere Nutzer und Betroffene finden die Hintergründe viel offensichtlicher: Viele Investoren hätten massenhaft Geld platziert und diese wollten nun endlich Ergebnisse sehen. Das, nach Ansicht einiger Kritiker "zusammenbrechende Facebook-Imperium" müsse die Daten der User verkaufen, um mehr Profit zu machen. Immer mehr würden daher abspringen und so sei der Untergang nicht abzuwenden, wenn die aktuellen Änderungen bestehen blieben. Jedoch sei davon noch nichts zu bemerken. Die Mitglieder spielen im Moment noch mit und die Absprungrate halte sich in Grenzen. Jedoch kann man seinen Facebook-Account nicht löschen, sondern nur deaktivieren und beim nächsten Versuch des Einloggens, wird dieser wieder aktiviert.  Und? "Waren" auch Sie mal bei Facebook? Dann schauen Sie doch noch mal nach?

Aus der Werbung von Welt kompakt: "Wir haben online so viele Freunde, dass wir in neues Wort für die echten brauchen."

ntv Kurier standard die presse spiegel t3n


Mega-Konzerne: Kennen Sie das ECE ? So groß ist der Otto-Versand


„Es gibt keine schlechten Märkte, es gibt nur Unternehmen, die die Märkte erfolgreich oder weniger erfolgreich bedienen. Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg.” Das liest man in den Perspektiven der OttoGroup zu der "Vision 2020". Kennen Sie die OttoGroup? Nein? Aber Sie kennen mit Sicherheit den Otto-Versand!

Werner Otto, Gründer der OttoGroup, war offenbar ein genialer Unternehmer mit unglaublichen Visionen und ein wahrer "Titan der Marktwirtschaft", sagte Angela Merkel zum 100. Geburtstag des Ehrenbürgers. Das Manager-Magazin spricht von einer Geschichte, die so oft erzählt wurde, dass sie sich zu einem Mythos entwickelt habe. Mit immer neuen Herausforderungen wagte der Stratege immer neue Risiken, die ein ums andere Mal seinem Motto ("Wer statisch denkt und aus Angst vor Fehlern keinen Schritt nach vorn wagt, der sollte kein Unternehmer werden.") mehr als gerecht wurden und die Erfolge weiter ausbauten. Es gibt kaum noch echte Konkurrenz für das Otto-Imperium und der letzte wahrhafte Mitbewerber - Quelle - kämpfte lange ums Überleben und wird nun offenbar auch vom Markt verschwinden, so wie schon so manch anderer, der um 1950, als der Otto-Versand gegründet wurde, noch am Markt war. Viele Konkurrenten sind verschwunden und einige wurden auch rigoros "geschluckt".

Wer gehört zur OttoGroup?

Die Geschäftsbereiche umfassen Haushaltswaren, Möbel und Wohnaccesoirs, Kleidung für "Sie und Ihn" inklusive Schmuck, über Spielzeug, Teen- und Kindermode und alles rund ums Baby, bis hin zu Versicherungen, Konsumentenkredite, Bonitäts- und Forderungsmanagement und Versandzentren. Von den meisten Tochterunternehmen hat man unter Umständen schon mal etwas gehört, während andere eher unbekannt oder nur denen bekannt sind, die sich für die entsprechenden Produkte interessieren. Zu den wichtigsten und größten gehören zum Beispiel: Schwab, Heine, MyToys.de, Sportscheck, Discount24, Manufactum, Baur, Küche & Co., Baumarkt direkt (alias Hagebau) und Bon Prix. Auch die Hanseatik Bank, die 2005 teilweise an Société Générale veräußert wurde, oder dem Hanseatic Versicherungsdienst GmbH wird der eine oder andere schon gehört haben.

Weniger bekannt sind Alba Moda und Apart Fashion, die eher die High-Society ansprechen sollen, Witt Weiden (inkl. Sieh an! und Ambria) für Sie und Ihn ab 50 oder Frankonia, wo der Jäger alles von der Kopfbekleidung bis zum Stiefel so wie das Gewehr bekommt und benötigte Monition. Die Multichannel-Einzelhandel-Anbieter "Crate and Barrel" (vertreibt Designer-Wohnwaren hauptsächlich in den USA und im Internet) und Freemans, dem Zusammenschluss der Marktführer Grattan und Freemans im United Kingdom, halten seit Langem die Vormachtstellung in der sogenannten westlichen Welt. Auch Russland ist mit Direct Catalogue, mit Waren aus dem Otto-Katalog, von Bon Prix und Witt Weiden bestens aus erster Hand versorgt.

Um den Versand kümmert sich die OttoGroup auch gleich selbst, mit OOO Business Service im - von Deutschland aus - östlichen Teil Europas und der Welt, Parcelnet für den Norden (natürlich inklusive: Großbritannien und Nordirland) sowie Mondial Relay für den südeuropäischen Raum. Die Otto Freizeit- & Touristikgruppe sorgt dann auch gleich dafür, dass zu den frisch zugestellten Urlaubsklamotten auch die passende Reise gebucht wird, mit der angemessenen Freizeitgestaltung. Sollte ihr Konto wider Erwarten mal nicht ausreichend gedeckt sein, hilft die Cofidis S.A. (die sich mit der Camif-Gruppe auch für den gesamten Südeuropäischen Raum zuständig fühlt) in Zusammenarbeit mit der Hanseatik Bank und verschafft Ihnen den am ehesten geeignten Kredit, sofern das Konzerneigene Bonität-Management 'EOS' grünes Licht gibt. Wenn Sie dann allerdings noch in Zahlungsverzug geraten, keine Sorge: Das integrierte Forderungsmanagement wird Sie daran schon zeitnah erinnern. Auch wenn die Ware unterwegs ausnahmsweise mal verschwinden sollte: kein Problem! Dafür gibt es den Hanseatic Versicherungsdienst, der verschiedenste Versicherungen für Industrie, Handel, Gewerbe, Dienstleister und Privatpersonen anbietet.

Vergessen wir nicht '3 Suisses': Das ist die OttoGroup in der Hand der OttoGroup nochmal in klein. Das heißt, dass hier in einem Unternehmen in den Bereichen Mode und Haushalt folgende Marken vertreten sind: 3 Pagen, Blanche Porte, Becquet, Bleu Bonheur, Helline, Unigro, Venca, Vitrine Magique, Witt International, Apart. Und wenn es Ihnen als Unternehmer um Bürobedarf geht, finden Sie: Bruneau, Otto Office, Orga System. Auch hier ist für weitere Dienstleistungen ausreichend Sorge getragen: Krealid, Priad, Naos Publishing, Quais de l'image, Mezzo. Aktivitäten im Bereich Costumer to Costumer (2xMoinsCher und UP Factory) sowie bei Finanzen und Inkasso (Créatis, Créfidis, C2C, monabanq, Contentia, Direxi) sollten nicht verschwiegen werden.

Unabhängig von der OttoGroup gibt es dann noch Otto-Bikes, wo es sich - wie der Name verrät - um Produkte rund ums Biken und Skaten dreht. Vom Fahrrad und Board, über Sicherheitszubehör, Powerriegel und Energydrinks, bis zum Massageöl für die verspannten Muskeln finden Sie hier alles, was das Sportlerherz begehrt.

War es das schon?

Nein, natürlich nicht! Kennen Sie schon ECE Projektmanagement GmbH & Co.KG? Hier hat der Gründer Werner Otto ein weiteres Mal eine sehr gute Nase bewiesen. 1965 betrat er ein - aus den USA importiertes - noch fast unbekanntes Gebiet und hat damit heute riesigen Erfolg: Es geht um gewerbliche Großimmobilien! Darunter versteht man beispielsweise die großen Einkaufszentren, die in allen Großstädten wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Da sind in Berlin die Potsdamer Platz Arkaden, das Ring-Center I, II und III, das Gesundbrunnen-Center, das Alexa und weitere. Die Liste (hier) setzt sich in allen Bundesländern und zahllosen Ländern und Staaten gnadenlos fort. Aber Shopping ist nicht das einzige Immobiliengeschäft. Da sind noch Konzernzentralen, Büro- und Praxisflächen (z.B. das Axel-Springer-Haus in Berlin, die Philips Deutschland-Zentrale in Hamburg, der Weser Tower in Bremen, das Büro-Center in Frankfurt am Main, der Europe-Tower in Sofia usw.), diverse Verkehrsimmobilien (die BMW-Welt in München, die Hauptbahnhöfe in Köln, Hannover und Leipzig - bald auch in Wien - und der Flughafen FraPort) und Versandzentren (wie die Hermes Zentrale-HUB), Industrie- und Lagerstätten (Logistikzentrum BODE Chemie, Kölnmesse, Studio-Berlin und die Generalbebauung Airbus in Hamburg). Es gibt auch noch weitere Projekte: das Konzerthaus in Berlin, die Volksbank Arena in Hamburg, die Universitätsklinik in Hamburg/Eppendorf, das Peek&Cloppenburg Weltstadthaus in Mannheim, die Schinkelkirche im brandenburgischen Seelow und das Hotel am Olympiapark in München, dass sich aktuell allerdings noch im Bau befindet.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass sich Werner Otto auch gesellschaftlich engagierte. Er gründete die Werner Otto-Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder, die sich mit entsprechenden medizinischen Forschung sehr stark beschäftigt. Alexander Otto, einer der fünf Söhne des Magnaten, gründete ebenfalls eine Stiftung: die Alexander Otto-Sportstiftung, die insbesondere den Jugendsport in Hamburg langfristig fördern möchte um die Sportstadt Hamburg weiter zu stärken.

Alzheimer oder Tumor ? Wählen Sie jetzt !


Neuesten Studien zu Folge hat Handystrahlung noch andere positive Eigenschaften, neben der Schaffung und dem beschleunigten Wachstum von Tumoren: Sie soll die Hirnleistung erhöhen und Alzheimer verhindern bzw. die Auswirkungen der Krankheit verringern! Das Hirnleiden soll nicht nur vermindert werden, auch die Ablagerungen in bereits erkrankten Hirnen nehmen demnach sogar stark ab. Wie realistisch ist das? Und: Ist dieses Ergebnis relevant für menschliche Patienten?

Die Versuchsobjekte - genetisch so veränderte Mäuse, dass sich die vermutlich für Alzheimer verantwortlichen Beta-Amyloid-Plaques bilden - wurden sieben bis neun Monate, je zweimal täglich für eine Stunde einer - für Handystrahlung typischen - Frequenz mit 918 Megahertz ausgesetzt. Die kognitiven Fähigkeiten blieben bei den jungen jedoch "noch nicht erkrankten Tieren" vollständig erhalten und ältere, bereits erkrankte Versuchsobjekte schnitten bei den Leistungstests ebenso gut ab, wie die jüngeren. Bei den nicht-veränderten Mäusen stellte sich durch die elektromagnetische Strahlung sogar eine Verbesserung der Gedächtnisleistung ein. Das erwartete Umschlagen der "schützenden Effekte" trat nicht auf.

Die Wissenschaftler geben aber zu bedenken, dass mögliche Langzeitfolgen bisher verborgen blieben. Auch seien die genauen Mechanismen dieser heilenden Kräfte noch unklar. Sicher sei aber, dass die Strahlung die Aktivität der Hirnzellen anrege und sowohl der Blutfluss als auch der gesamte Energieumsatz höher ist. Steigende Temperaturen im Gehirn unterstützen offenbar die Ablösung der schädlichen Eiweiß-Ablagerungen, die Alzheimer auslösen sollen, so mutmaßen die Forscher.

Endlich: Focus-Money berichtet kritisch über den 11. September 2001 - Der Mut zur Wahrheit verdient großes Lob !


Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich im Internet diese Meldungen fand. Ich dachte fast schon an eine Ente, einen Fake, der direkt an die Trutherbewegung gerichtet wäre. Zwischen Hoffen und Bangen ging ich kurz nach der Arbeit in meinen Zeitungskiosk und fragte nach der Focus-Money. Mein 'Zeitungsmensch' schaute mich mit großen Augen an, fragte: "Stehst du jetzt doch wieder auf Mainstream?" und grinste hämisch. Darauf ging er zum Regal und holte, versteckt hinter vielen anderen, das gewünschte Objekt, legte es auf den Tisch und freute sich anschließend über 30 Cent Trinkgeld, die er meiner Überraschung und fast grenzenlosen Freude zu verdanken hatte. Ich zeigte mit dem Finger auf die obere rechte Ecke, verfolgte dann seinen Blick, der zu sagen schien: "Krass!" Ich wollte tanzen und jubeln und die Welt umarmen. Das Gefühl eines historischen Moments keimte in mir. Der Gedanke um eine neu angebrochene Phase wollte den ganzen Abend nicht mehr weichen. Mitreißende Glückshormone, die später von Zweifeln an der Tragweite begleitet wurden. Auch wenn ich mir nicht jede Woche eine Focus leisten kann, haben sie in mir einen neuen Fan gefunden, denn auch andere Artikel waren von überzeugender Kritik und mutmaßlicher Offenheit, die allerdings erst noch nach-recherchiert werden muss.

Die Startseite (S.74) ist voller Bilder von Skeptikern: Charlie Sheen, Sharon Stone, Rosie O'Donnel, William Rodriguez (neben G. W. Bush), Ex-Gouverneur Jesse Ventura, Richard Gage, Bundesverwaltungsrichter Dieter Deiseroth und neben vielen anderen Professoren, Veteranen, ein Ex-Nasa-Ingenieur, sogar ein Bild von Italiens Ex-Präsident Francesco Cossiga.
Auf den vier folgenden Seiten finden sich so viele Informationen, wie überhaupt auf vier Seiten passen. Ob über die Beweise für eine kontrollierte Sprengung der Gebäude, Kritik an der Feuer-Theorie, die Fragen zu den Abfangjägern, zu WTC 7 oder zum Pentagon. Es ist die Rede von den "unmöglichen Flugmanövern", dem Rücktritt des Senators Max Cleland mit den Worten "Es ist ein Betrug, ein nationaler Skandal" und von den unzähligen Lügen der Behörden gegenüber der Kommission, die die Untersuchungen stark behindert hatten. Auch der mysteriöse Todesfall des damaligen Vizedirektors des Emergency Services Department der Stadt New York, Barry Jennings, bekommt seinen Platz in dem Report. Er hatte vielen Menschen aus dem WTC 7 das Leben gerettet, gab noch am Unglückstag - mit Staub bedeckt - ein Live-Interview auf ABC und auch für "Loose Change"-Macher Dylan Avery stand er Rede und Antwort.

Es wird unter der Frage "Wo waren die Abfangjäger?" noch Unglaubliches berichtet: Demnach hätte Colonel Donn de Grand-Pre berichtet, dass ein General die - ständig wiederholte - Stand-Down-Order von Dick Cheney missachtet hätte und das Flugzeug in Richtung Weißes Haus abschießen ließ, was die fehlenden Trümmerteile von Shanksville erklären würde. Weiterhin behauptet Grand-Pre, dass - einer Studie zufolge - Teile der Regierung die Anschläge selbst zu verantworten haben und sagte im einem Radiointerview sogar, dass eine Mehrheit der Militärführung zu einem Staatsstreich bereit wäre, "um die Wahrheit ans Licht zu bringen".

Ein großes Lob gilt dem Journalisten - Oliver Janich - und dem Redakteur - Frank Pöpsel - des Focus-Money für den Mut sich gegen die breite Masse der Medien zu stellen und sich in die wachsende Kette von Skeptikern und kritischen Stimmen, wie schon 3Sat (Notruf 9/11), Vox (9/11 Mysteries) und dem ORF (9/11 - Was steckt wirklich dahinter?) einzureihen. Wir, die Wahrheitsbewegung, sagen Danke dafür, dass es immer wieder Menschen gibt, die im Namen einer gesamten Zeitung Fehler eingestehen können und wollen und helfen die Welt ein wenig ehrlicher zu machen. Alles Gute Ihnen, Ihren Lieben und Helfern.

Steuern steigen und Niveau der Gehälter sinkt - EU-Politiker zahlen fast nichts und wollen noch mehr!


Da werden sich wohl viele an den Kopf fassen oder verständnislos mit dem selbigen schütteln. Manchem wird auch der Mund offen stehen bleiben, während er/sie sich überlegt, wie rasant der Kontostand am Anfang des Monats abgenommen hat und welche Kosten noch kommen werden. Auch die Frage, wie das Geld bis zum Monatsende reichen soll, steht so Manchem direkt ins Gesicht geschrieben. Da kommen Meldungen über steigende Steuern in der Euro-Zone oder dem Wunsch der EU-Politiker nach höheren Gehältern gerade recht.

Die Steuern für die EU-Bürger sind auf Rekord-Niveau, die Gehälter in Deutschland schrumpfen unter den Stand von 1990, die Kosten für den Lebensunterhalt steigen immer mehr, doch den Parlamentariern des neuen Superstaates reicht dieses Maß an Ungerechtigkeit noch nicht. Demnach fordern sie jetzt 3,7 % mehr Lohn. Bei einer Steuerbelastung von durchschnittlich 7,8 % und einer Vergütung von mindestens 3900 €, kann man diesen Wunsch sicherlich verstehen. Schon das niedrigste Grundgehalt eines EU-Beamten - meist technische Assistenten - liegt bei 3714 €, plus 594 € Auslandszuschlag und lächerlichen 353 € für Sozialbeiträge. Parlamentarier werden doch deutlich fürstlicher entlohnt. Mit 11.000 bis 15.000 € Gehalt pro Monat fallen rund 850 bis 1000 € Steuern an und die Luxus-Krankenversicherung, Altersvorsorge usw. sind bereits bezahlt. Ein deutscher General hingegen zahlt bei 11.000 Euro monatlichem Einkommen mehr als 3600 Euro Steuern.

"Die deutschen Bürger haben immer weniger in den Taschen", das ergaben Recherchen des Sterns. Der Einkommensvergleich zwischen 1990 und 2008 führte zu erschreckenden Erkenntnissen: In 18 Jahren gab es eine Inflationsrate von 47 % und die Durchschnittsgehälter sanken branchenabhängig um 3,4 bis über 30 Prozent. Beispielsweise mussten Ingenieure auf ein Zehntel verzichten. Da ist es fast schon ein Trost, dass auch Manager - im Schnitt fast 20 % - betroffen sind. Doch habe ich an dieser Stelle die Vermutung, dass nur die Führungskräfte kleiner Firmen diese Last zu tragen haben. Auch Banker sollen von dieser Entwicklung betroffen sein, jedoch sind es auch hier die Angestellten. Die Vorstände und Spekulanten halten ihre Köpfe sicherlich durch großzügige Boni über Wasser.

Nick wird einen Tag nicht senden: "Geht spielen!"


Das ist mal eine grandiose Idee, über die man sich offenbar viele Gedanken gemacht hat. Der Kindersender 'Nick' hat vor, einen Tag in diesem Jahr das Programm abzuschalten und nur Aufforderungen, wie  "Geht Spielen!" oder: "Trefft eure Freunde" über die Mattscheibe laufen zu lassen. "Wir erfassen unsere Zielgruppe nicht ausschließlich als Zuschauer, sondern als junge Menschen mit vielseitigen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnissen", daher werden mit Kampagnen wie 'Weltbeschützer' die Gedanken und Impulse der Kinder gefördert und gefordert. Auch soll der Blickwinkel auf die Welt in einem immer neuen Licht betrachtet und den Kids und Teens diese Art des Denkens vermittelt werden. Zudem wollen die Programmgestallter für eine bewusste und vielseitige Lebensgestaltung werben, die von sportlichen und kreativen Initiativen, unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Gegenständen und das genauere Hinsehen geprägt sind.

Zwangsläufig stellt sich dann allgemein die Frage, ob "Fernsehfreie Tage" - speziell für Kinder - sinnvoll wären? Vielleicht sogar ein-, zwei- oder dreimal die Woche? Die Antwort liegt auf der Hand: "Nein!" aus der Sicht der werbenden Industrie, die dadurch finanzielle Einbußen und den Verlust einiger Empfänger befürchten müssten und "Ja!", wenn man sich um die Gesundheit, Vitalität und Entfaltung der Zöglinge sorgt. Die sogenannten "Couchpoetatos", deren Zahl in unserer Konsumgesellschaft immer mehr zunimmt, sollte in den kommenden Jahren drastisch reduziert werden, sonst entwickelt sich eine Schar von Übergewichtigen, somit Kranken und Schwerkranken.

"Lass die Kiste aus! ...und raus mit dir!"

Ein Tag ohne das TV-Programm bringt allerdings nichts, wenn man dann das TV-Gerät zusammen mit Playstation oder X-Box nutzt, oder den Sitzplatz der Couch mit dem, vor den Computer tauscht. An dieser Stelle sind die Eltern in der Pflicht, die ihre Kinder vor die Tür schicken sollten, damit sie dem Stress durch Berieselung auch mal entkommen. Ein perfektes Tool wäre zum Beispiel: Stecker raus! Oder ein Ausflug mit der Familie. Wer in größeren Städten wohnt kann eine Tour ins Umland unternehmen, um mal frische Luft zu tanken und die ruhelose Stille der Natur kennen und genießen zu lernen. Denn dauerhaftes Treiben mit der entsprechenden Geräuschkulisse, wie es aus Städten wie Berlin gut bekannt ist, können auch zu Stress führen, der dem Seelenheil im Wege steht. Vielleicht sind auch Tage des bewussten Konsums angebracht, an denen man sich willentlich über Geschehnisse informiert, oder sich - an besonders abgespannten Tagen - überlegt unterhalten lässt, durch Cartoons oder Comedy-Shows. Aber dann doch bitte mit Niveau...

Kampf gegen Unrecht aus Sicht der Hedge-Fonds, doch die Macht der Ratingagenturen bleibt unantastbar ?

London gegen Brüssel, oder Spekulation gegen die Sippenhaft. 2010 soll über die neue Regulierung entschieden werden und damit über die Zukunft der Branche. Die Lobbyisten der Hedge-Fonds wollen allerdings nicht in einem Atemzug mit den Banken genannt werden, die offenbar die Hauptschuld an der Wirtschaftskrise tragen, jedoch nicht im Mittelpunkt des medialen Interesses standen. Während der anhaltenden Schwächung der spekulativen Branche - ausgelöst durch die Finanzkrise - sollen frühestmögliche Regulierungsfesseln beschlossen werden, die aufgrund befürchteter Schäden zu einem massiven Aufschrei der Empörung führten, so ein Sprecher des Londoner Lobbyverbands Alternative Investment Management Association (Aima).

Die Ratingagenturen hingegen, die eine hohe Teilschuld an der Krise haben, dürfen ihre Macht und Stärke fast uneingeschränkt behalten und haben kaum an Bedeutung verloren. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Aufsichtsbehörden, die keine ernsthaften Alternativen vorschlagen, sodass die Agenturen weiterhin so stark sind, wie eh und je. Thomas Friedman von der „New York Times“ brachte es mit seinem Kommentar im Jahre 1996 perfekt auf den Punkt: „Es gibt meiner Meinung nach noch zwei Supermächte auf der Welt, die USA und Moody's. Die USA können jemanden durch Bomben zerstören, Moody's durch die Herabstufung eines Ratings. Und glauben Sie mir, manchmal ist nicht klar, wer mehr Macht besitzt.“ Die Ratingagenturen sind gefangen in ihrem eigenen Interessenkonflikt, denn die Haupteinnahmequelle sind die Firmen, deren Produkte sie bewerten sollen. Demnach können auch die Anbieter der benoteten Papiere ihren Einfluss geltend machen und mit der Androhung geringerer Zahlungen Druck ausüben. Es gilt also, das Oligopol aus Standard&Poor's, Moody's und Fitch zu brechen und Ratingagenturen zu fördern, die sich von Investoren bezahlen lassen. Aber die Politik zeigt keine ernsthaften Anzeichen, gesetzliche Regelungen oder Alternativen dahingehend zu entwickeln.

Handelsblatt I und II

Fettsucht übersteigt Gefahren des Tabakkonsums und ehemalige Raucher erkranken an häufig an Diabetes


In den USA warnen Forscher vor dem Rückgang der allgemeinen Lebenserwartung. Hintergründe hierzu sind Studien, die belegen sollen, dass Fettsucht und das Rauchen gleichermaßen zur Verkürzung der gesunden Lebensjahre führen. Während jedoch Raucher ihre Sucht oftmals mit dem Leben bezahlen, haben Fettleibige eine stark steigende Krankheitsrate, die in vielen Fällen schon in der Jugend beginnt. Demnach wächst die Zahl der Diabetiker rasend schnell und führt zu immer höheren Kosten im Gesundheitswesen. Auch in Großbritannien sind Wissenschaftler zu ähnlichen Ergebnissen gelangt, obwohl eine Studie von 2007 ein moderates Übergewicht als unbedenklich erachtet: die Wahrscheinlichkeit, an bestimmten Krankheiten zu sterben, sei durch einen leicht erhöhten BMI (Bodymass-Index) vermindert. "Normal" ist ein BMI von 22,5 bis 25, bei 30 bis 35 sinke die Lebenserwartung bereits um zwei bis vier Jahre und bei Fettleibigen (BMI 40 bis 45) werden sogar acht bis zehn Jahre vermutet.

Deutsche sind von dieser Entwicklung auch nicht ganz auszuschließen, so der Spiegel weiter. Demnach rechne die Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS) mit einem drastischem Anstieg der Zuckerkrankheit - bei einem Anhalten des aktuellen Trends - und einer Kostenexplosion für das Gesundheitssystem von 30 auf 240 Milliarden Euro in den nächsten 15 Jahren.

Vorsicht ist auch bei Rauchern geboten, die sich für das neue Jahr vorgenommen haben, dem lästigen Laster zu entsagen. Das allseits bekannte Problem, dass das Nikotin geht und die Pfunde kommen, da der Mensch sich oftmals eine "Ersatzdroge" sucht, führt noch zu einem weiteren Dilemma: das Diabetes-Risiko steigt! Das behaupten zumindest die Forscher der John Hopkins University in Baltimore. Je nach Dauer, Rauchverhalten und Art des Aufhörens erhöhte sich das Risiko - im Gegensatz zu Nichtrauchern - um fast 30 bis 70 Prozent. Entscheidend seien hierbei auch die ersten drei Jahre nach dem Entzug, in denen die Probanten durchschnittlich rund vier Kilogramm zugenommen haben. Nach ungefähr zehn Jahren des Nichtrauchens wäre die Gefahr zu erkranken allerdings wieder auf dem Niveau eines Noch-Nie-Rauchers. Geraten wird auch, während jener Zeit vermehrt auf sein Gewicht zu achten und gelegentlich seinen Blutzuckerspiegel untersuchen zu lassen.

Quelle: Spiegel, Spiegel und nochmal Spiegel

Staatsbankrotte "simuliert" und nun geht die Angst um ! Oder geht es um die Angst ?


Niemand will sich dieses Szenario vorstellen müssen, und doch beschäftigen sich zusehends mehr und mehr Börsianer, Investment-Banker, Unternehmer und nun auch TV-Sendungen mit diesem brisanten Thema, sodass es an den Bürgern fast gar nicht vorbeiziehen kann. Wird eine Panik geschürt? Bereitet man die Völker auf etwas Bestimmtes vor? Oder will man uns warnen?

In der ARD-Sendung "PlusMinus" simulierte man schon mal die Ängste und veranschaulichte eindrucksvoll, was mögliche Liquiditätsprobleme eines einzigen Staates für Auswirkungen haben könnten. Die Sorge einiger weniger wird immer mehr zur Sorge vieler. Dramatische Szenen werden erwartet, bei denen dann wahrscheinlich selbst die Polizei und das Militär betroffen und überfordert sein werden. Während wir uns in Friedensmissionen befinden, verschlechtern sich die Zustände in den wirtschaftlichen Ballungsgebieten sukzessiv. Krisen, Paniken, heftige Spannungen und schnell wachsender Unmut. Und unsere Regierenden? Die reden weiterhin keinen Klartext!

Beispiel: Griechenland. Ende des Jahres 2009 gab es massive Zweifel an der Bonität des Landes. Stellen wir uns nun vor, dem südeuropäischen Staat würden keine weiteren Kredite gewährt. Die Abschreibung zahlreicher Banken - in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und weiteren - stiegen sprunghaft an, aufgrund zahlreicher in die Welt gestreuter Staatsanleihen. Diese führten mit höchster Wahrscheinlichkeit zu massiven Abschreibungen diverser Banken, Versicherungen und anderer Anleger, die Konkurs anmelden, in die Insolvenzen gehen oder sich vom Staat retten lassen müssten. Da allerdings keiner der Staaten genug liquide Mittel besitzt, um bei allen Investoren unterstützend einzugreifen, würden schnell weitere Banken kapitulieren müssen. Wenn die Banken dann die zahllosen Forderungen gegen die Staaten versuchen geltend zu machen und - unter vielen anderen - der deutsche Staat die Schulden nicht prompt tilgen kann und so auch die Banken nicht stützen kann, wird wohl auch die Bundesregierung dem Bankrott direkt ins Auge blicken. "Mittelfristig droht den meisten Staaten ein Staatsbankrott" hört man im PlusMinus-Beitrag und auch von einem "verheerenden Flächenbrand" ist die Rede.

Das Aussetzen des Handels an den Börsen, das Einrichten weiterer Hilfsfonds - einer weiteren Verschiebung des Worst-Case-Szenarios - und neben unendlichen Sparmaßnahmen durch z.B. Sozialabbau, die wieder nur den kleinen Mann (Beamte, Rentner, Sparer) betreffen, würde vielleicht auch eine heftige Inflation angestrebt, um die Zahl der Schulden stabil zu halten, die Rückzahlung allerdings zu erleichtern.

Mit einem Schuldenberg von 80% des Bruttoinlandsprodukt ist Deutschland offenbar noch einer der solidesten Staaten in der Euro-Zone. Das Haushaltsdefizit beträgt hier zu Lande rund sechs Prozent, während sich Irland, Großbritannien oder Italien Höhen von 12 bis 17% erreichen. Der fiskalische Stimulus - also die Rolle des Staates als wirtschaftlicher Reiz - hat in den letzten Jahren stark zugenommen und kann bzw. soll die Wirtschaft "am Laufen" halten. Ein Indikator für diese These sind die geschnürten Konjunkturpakete in Milliardenhöhe, die den Kollaps des Kapitalismus weiterhin aufschieben, die Schockstarre der Realwirtschaft lockern sollten und die Staaten in eine Falle manövriert haben, aus der es sich zu befreien gilt. Doch ist hier große Vorsicht geboten, denn "ein zu rascher Ausstieg aus der lockersten Geldpolitik aller Zeiten droht eine neue Welle von Bankenpleiten auszulösen." Zu dem besteht die Befürchtung, ob die wirtschaftliche Konsolidierung nicht zu spät begonnen wird.

Eine weitere Sorge ist der Leitzins. Sollten die Zentralbanken diesen in naher Zukunft anheben, befürchten Ökonomen einen Rückfall in eine kritische weltweite Rezession. Auch dieses Szenario würde zahlreiche Bankrotte herauf beschwören. Der Morgan-Stanley-Ökonom Joachim Fels behauptet im Interview mit dem Handelsblatt sogar, Griechenland sei nur ein Vorgeschmack auf weitere Länder. Allerdings glaube er nicht an Staatbankrotte: "Es gibt für Regierungen viele Möglichkeiten, einen Bankrott zu vermeiden: Sie können die Steuern erhöhen und die Ausgaben kürzen. Souveräne Staaten können auch einfach Geld drucken."

Quellen: IB-Times und Handelsblatt

Piraterie - Immer neue Kriegsschiffe für die große Gefahr - keine Anklage heißt "Freilassen" - lieber erschießen als gefangen nehmen ?


Das neue Jahr beginnt und die alten Fehler sind noch nicht behoben, aber es wird weiter gemacht wie bisher. Die Rede ist von den "ach so gefährlichen" Piraten, die in ihren kleinen Schlauchbooten und mit ein paar Maschinengewehren einer ganzen Armada von Kriegsschiffen gegenüber stehen und trotzdem immer wieder die Oberhand gewinnen, sodass die Nato und Russland immer neue Gründe haben, um mehr und mehr Truppen in das sogenannte Krisengebiet zu entsenden.

Verstehe das wer will oder kann! Mir fehlen absolut die Worte...

Ein Jahr nach der Bildung des internationalen Bundes gegen die Piraterie, schaffen es Piraten innerhalb von nur einer Woche erneut vier Frachter zu kapern und zeigen so, dass sie weiterhin eine massive Bedrohung für den freien Warenverkehr sind. Die "Asian Glory" und die "St. James Park" unter britischer Flagge, den Chemietanker "Pramoni" aus Singapur, den Frachter "Navios Apollon" eines griechischen Reeders und ein jemenitisches Schiff befinden sich offenbar in der Hand von Seeräubern. Damit steigt die Zahl der Entführungen innerhalb der letzten zwei Jahre auf über 80 an, wobei sich aktuell mehr als 300 Besatzungsmitglieder auf 14 Schiffen in der Gewalt der Freibeuter befinden sollen. Lösegeldforderungen in Millionenhöhe sind dabei schon fast an der Tagesordnung.

Erst kürzlich wurden jedoch zwei gekaperte Frachter aus China und Singapur mit 46 Seeleuten freigelassen, so berichtet die Deutsche welle.

Vor diesem Hintergrund ist es besonders seltsam, dass Mitte Dezember 2009 ganze 13 somalische Piraten von der niederländischen Marine nach mehrwöchiger Haft freigelassen wurden, weil kein Land der Region ihnen den Prozess machen wollte. Alle Bemühungen einer strafrechtlichen Verfolgung seien gescheitert, erklärte der niederländische Verteidigungsminister Eimert van Middelkoop. Auch war die EU mehrfach aufgefordert worden mit den Partnerländern Afrikas eine gemeinsame Lösung zu finden. Da die Heimkehr der "Evertsen" nicht weiter verzögert werden sollte, wurden die Piraten kurzerhand vor der Küste Dschibutis ausgesetzt.

Im November 2009 sind bei der Befreiungsaktion des US-Frachters "Maersk Alabama" nach einer Geiselnahme durch eine US-Spezialeinheit drei Piraten erschossen worden. Einer der vier Seeräuber wurde gefangen genommen und soll nach Angaben seines Vaters erst 15 Jahre alt sein, was jedoch für den Richter nicht glaubhaft scheint. Bei der Vernehmung habe der Junge geweint.

Die Bundesregierung fordert gegen die Piraterie zudem eine härtere Gangart. Es ist die Rede von "allen militärischen und polizeilichen Mitteln bis hin zum Einsatz von Anti-Terror-Einheiten". "Bei Piratenangriffen kann es nur eine richtige Antwort geben: Die Schiffe der Seeräuber müssen auf hoher See unverzüglich versenkt werden", sagt Unions-Innenexperten Hans-Peter Uhl. Demnach solle die Marine ihre Bordwaffen bedingungslos einsetzen, da sich der deutsche Staat mit Zaghaftigkeit nur lächerlich mache.

...und ich bin mir sicher, ähnliche Worte fielen auch in anderen Ländern und Staaten.

Proteinreiche Fäkal-Nahrung - Fleisch aus Klärschlamm

"Du darfst alles essen, aber nicht alles wissen!"


So oder so ähnlich haben viele das von den Eltern oder Großeltern schon oft zu hören bekommen. Aber würden die lieben Verwandten das auch noch behaupten, wenn sie wüssten, was alles in unseren Nahrungsmitteln steckt? Unter der Headline "Die Geschmacksillusion" in der Oktober-Ausgabe vom Spiegel 2009 ist sogar die Rede von Analogkäse und Glibberschinken. Bekannt ist auch, dass Erdbeer-Aroma unter anderem aus Sägespänen gewonnen wird. Aber was für seltsame Stoffe gibt es noch in unseren Nahrungsmitteln? Oder aus was bestehen sie in einigen Fällen sogar komplett?

Bereits 1997 berichtete "Die Zeit" von einem - damals - erschienenem Buch, mit dem unscheinbaren Titel "Lügen, Lobbies, Lebensmittel", in dem Ingrid Reinbecke und Petra Thorbrietz aufdeckten, wie genau Qualität und Gewinne der so genannten Lebensmittel zusammenhängen und stellten bereits Vermutungen an, wie das alles mit dem sprunghaften Anstieg diverser Allergien und Krankheiten zusammenhängen könnte. Akribische Recherchen führten zu einem gelungenen "Wirtschaftskrimi", der einem den Ekel bis unter die Nase treibt. "Sie entwickelten aus dem natürlichsten aller Abfälle, aus Fäkalien, eine proteinreiche Kreation, die in Textur, Geruch und Geschmack dem Rindfleisch sehr ähnlich ist. Sogar ein Metzger hielt das Produkt für Fleisch." In einer "industriellen Hexenküche" im japanischen Tokio hatte der Chemiker Mitsuyuki Ikeda diese grandiose Idee, um den hohen Kosten und der damit verbundenen wirtschaftlichen Belastung durch Klärschlamm entgegen zu wirken. Demnach scheint dies eine besondere Innovation gewesen zu sein. Jedoch "werden die Leute sowas nur in Zeiten großer Hungersnot essen." äußerte sich der Erfinder.

Die "Klo-Burger" oder das "Schimmelpilz-Geschnetzelte" - wie es die Seite Gesundheitstipp.ch bezeichnet - mit dem Namen Quorn würde jedoch gemieden, sofern die Menschen darüber ausreichend informiert wären. Aber der Verkauf unter den schönklingenden Namen "Geschnetzeltes nature" oder "Schnitzel paniert" lässt nicht zwangsläufig vermuten, dass es sich um eine derart unappetitliche Mischung handeln könnte. Man werde durch solche Informationen zwangsläufig in den Veganismus getrieben. Doch die Werbung vom schönen "Weideglück" und dem artgerechten Wiesenhof ruft in den Konsumenten nostalgische Gefühle wach, die sie und ihn animieren, diesen - sagen wir: - "Dreck" tatsächlich noch mit einem guten, absolut reinen Gefühl zu kaufen. Weiter findet man in dem Zeit-Artikel diese Kritik: "Mit der Lektüre könnte man den Eindruck gewinnen, dass die EU womöglich eigens für Subventionsbetrug und Lebensmittelschieberei gegründet wurde. Jedenfalls nützen die Konzerne grenzübergreifend die dehnbaren Rechtsbegriffe schamlos aus. Die aufgeblähte Gesetzgebung setzt dem nichts entgegen."

Die Arglosen glauben allerdings weiterhin an Hirngespinste von Geschmack und Vitaminen, die uns die großen Firmen in ihren "ach so schönen" Verbrauchertipps versprechen. Und doch sind es wiedereinmal die Rentabilität und die Börsenkurse, die bestimmen, was an Giftstoffen und ekelerregendem "Mist" in unsere Körper gepumpt werden darf, ohne ein sterbens Wort darüber zu verlieren.

Um André Kostolany zu zitieren:
»Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten - oder umgekehrt.«

Von der entsetzlichen Tierhaltung und den qualvollen Transporten der Tiere, die nie einen grünen Halm zu sehen bekommen haben, mal ganz zu schweigen, gibt es noch die als E-Nummern deklarierten Zusatzstoffe, die vollkommen legal Platz in unserer Nahrung finden. Darunter ist auch das in Schweden noch immer verbotene Tartrazin (E 102). In Österreich und Deutschland war es einst auch verboten, doch aufgrund der gesetzlichen EU-Angleichungen wurde es wieder aufgehoben. Der Azofarbstoff ist in Medikamenten, Süß- und Backwaren oder - neben vielen anderen Produkten - auch in Kosmetika enthalten. In Spanien gibt es den Zusatz sogar in jedem Supermarkt als Gewürz zu kaufen. Mögliche Nebenwirkungen - von dem in den USA unter FD&C Yellow No. 5 bekannten Produkt - sind Atemschwierigkeiten, Hautausschläge, Heufieber, verschwommenes Sehen oder rote und dunkle Hautflecken. Die Kinderkrebsklinik der Universität Düsseldorf hält den Stoff für höchst gefährlich und selbst Verbraucherzentralen raten von dem Verzehr ganz ab. Jedoch spricht man bei den genannten - möglichen - Auswirkungen von Pseudoallergien, da der menschliche Organismus keine Antikörper gegen Tartrazin bildet und demnach nicht nachgewiesen werden kann, was die tatsächliche Ursache ist.

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