Gesine Schwan spricht von drohenden Unruhen und Angie droht mit D-Mark

Phoenix - 17.06.2010 (zwischen 9 und 10 Uhr) - Gesine Schwan hat mit einer Rede vor dem Bundestag, zum Gedenken an den 17. Juni 1953 eine Rede gehalten, die nach Ansicht des Phoenix-Kommentators noch einige Zeit nachhallen werde. Sie sprach von Unruhe unter der Oberfläche, vom Verlust der moralischen Werte, dass die Demokratie nicht der richtige Weg sei und dass auch das kapitalistische System nicht einfach abgeschafft werden könne.

Anschließend, im Phoenix-Studio, wurde eine Schaltung nach Brüssel aufgebaut und die Korrespondentin vor Ort, die über das informelle Treffen vor dem G20-Gipfel in Toronto berichtete, sprach auf das kürzliche Aufeinandertreffen zwischen Nikolas Sarkozy und Angela Merkel an. Dabei erwähnte sie erst nur kurz, dass "Angela Merkel mit der Wiedereinführung der D-Mark" gedroht hätte, kam dann aber gleich mit der Abwiegelung, da dies zum Kollaps aller europäischen Banken führen würde. Hier findet ihr das Video. Dank schneller Hilfe.

Wir zahlen nicht für eure Krise - Was ist da nur passiert ?

Mein Auge, mein Ohr - Die Quelle bin ich
Der "Schwarze Block" hat als einzige Gruppe - mit drei selbstgebauten Böllern - für massive Unruhe gesorgt. Dabei sind ein Polizist schwer und ein Polizist leicht verletzt worden. Die Kollegen, die den Demonstranten weiterhin sicheres Geleit boten, wurden für den Rest der Veranstaltung zu scharfen und gereizten Hunden. Warum dürfen 'wahrscheinliche Störer', die ihre Aktionen teils sogar ankündigen, überhaupt noch an friedlichen Märschen teilnehmen?

Die Anspannung war schon einige Zeit früher deutlich spürbar. Polizisten mit Kameras liefen teilweise neben dem schwarzen Block her, um besonders in engen Passagen alles unter Kontrolle behalten zu können. Die Einsatzleiter und Gruppenleiter klärten an den schwierigsten Stellen die letzten Details ab und schickten ihren Jungs und Mädels neben und hinter die vermeintlichen Unruhe Stifter.

Eine möglicherweise gefährliche Situation war sicherlich der Tunnel und die enge Straße vor dem Einkaufszentrum Alexa. Plötzlich war die Spannung um einiges greifbarer. Minuten schienen ewig zu dauern. Laute Gesänge unter der S-Bahn-Brücke heizten die Stimmung weiter an und sorgten für einen noch höheren Puls. Wachsame Augen überall. Kameras rundherum. Alles war Wunderbar gesichert. Doch die bellenden Hunde bissen noch nicht.

Wahrhaft gefährlich wurde es dann an der endlos lang wirkenden Baustelle in der Torstraße, als plötzlich eine Detonation zu hören war. Nach ersten Berichten schockierter Personen, die sich "ganz in der Nähe" befanden, sei anschließend eine Staffel Polizisten in Richtung des Unruheherdes vorgestoßen und "dann hörte man eine zweite Explosion". Dabei soll sich ein Polizist eine Handgroße Fleischwunde am Oberschenkel zugezogen haben und auf andere Polizisten wurde mit Fahnenstangen eingeschlagen, jedoch habe der "'Fahnenstangenschläger' nur jemanden Verteidigt".

Auch auf der Abschlusskundgebung fanden sich Provokationen auf beiden: Polizisten stießen - offenbar ohne ersichtlichen Grund - immer wieder in einer Gruppe Links-Autonomer vor, wodurch sich die Demonstranten doch stark unter Druck gesetzt fühlten. Die Polizei hingegen wusste genau, weshalb man in die Gruppe eindringen muss - um die Täter zu sondieren. Gefilmt, gefunden, gefasst.

Die Reaktion der Demonstranten war erneut zu hören: Eine dritte Detonation. Dieses Mal zum Glück keine Verletzten, aber wieder Festnahmen. Doch: Von wem aus ging dieser Pyro-Knaller (vermutlich aus Polen)? Denn ein Großteil des Schwarzen Blocks war bereits abgezogen.

Die Demonstranten standen zudem mehrfach vor grünen Wänden, in weißen Helmen, und beschimpften sie als "feige", "Hu**nsöhne", "M**tviecher", "Dreck", "Abschaum der Gesellschaft" und unendliche weitere. Dieses Verhalten stellte man aber nicht nur kurz vor oder direkt nach Festnahmen fest, sondern auch vorherige ohne Provokation. Viel zu oft von wütenden, betrunken Jugendlichen, die sich dauerhaft nicht beruhigen wollten. Am Rande der Demonstration einzelne versuchte Übergriffe und ein friedliches Zurückdrängen der Polizisten durch die Demonstranten.

Nach der Demonstration, als viele schon gegangen waren, stieß man auf Polizisten, die sich bei einem heißem Kakao die Last von der Seele reden mussten, um den Schock zu verarbeiten. Auch (nicht mehr ganz so) wütende Demonstranten, deren Freund in Gewahrsam genommen worden war, saßen bei einem Bier zusammen und berieten über das weitere Vorgehen. Im Hintergrund fuhren Bundeswehrfahrzeuge vorbei, deren Ziel und Aufgabe jedoch völlig unklar sind, denn "angefordert wurden diese nicht".

Eine eigene Demo für Randalierer und wütende Polizisten

Für friedliche Demonstranten und friedlich-freundliche Gesetzes-Hüter wäre das DIE Lösung. Missgelaunte Störer und Verstimmte Polizisten könnten sich mal so richtig austoben, kloppen und im Anschluss zwei bis sechs Wochen Ruhe genießen. Dann schicken wa mal nur die Bullen hin, die richtee Bock uff Boxen ham'n und dann jibbit Glasflaschen, Knüppel, Helme und Steine für alle, zwei Tränengasbomben pro Seite, ein Fahne - die es zu ergattern gilt -, keine Kameras, keine Schutzwesten und keine Schusswaffen. Die Regeln sind klar - fehlt noch das Areal: Bitte im Banken und/oder Regierungsviertel.

Google - mit Werbung das Image polieren?

RANDNOTIZ

Tagesspiegel.de - Es ist nur eine Anzeige - oder eher ein kurzes Filmchen - fast am Ende der Seite, die erst lädt und startet, wenn sie für den Scrollenden sichtbar wird. Der Beobachter sieht nun, wie mehrere Suchen zu einem sinnverwandten Thema nacheinander eingegeben werden: Der "Mann im Mond", "Astronaut werden" oder der "Flug ins All". Als Fazit dieser kinderfreundlichen Fragenkette muss der Zuschauer den Missbrauch einer wahrhaften Erkenntnis erfahren: "Das Leben ist eine Suche".

Nach der ganzen negativen Presse zu 'Street View', illegaler Datenerfassung und Weitergabe der Daten aus W-LAN-Netzwerken, der 'BP-Propaganda' oder Kleinigkeiten, wie dem stündlich wechselnden Hintergrund, muss sich der Gigant wohl wieder in ein besseres Licht rücken um der Kritik ein bisschen abzufangen.

Google, die beste Geld-Idee seit der Aktie, ist mit fast 60 Prozent der absolute Marktführer unter den Suchmaschinen und gilt mittlerweile als bestes Meinungsforschungsinstitut der Welt. "Ich weiß es, weil Google es weiß" konnte besonders in der Kategorie "Lena Meyer-Landrut und der Eurovision Song Contest" beobachtet werden - am häufigsten wurde in Europa nach Lena gesucht und das über Tage und Wochen.

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