Russlands technogener Kollaps - nur Gerüchte

Focus - So äußert sich zumindest Medwedew zu den Gerüchten, dass Russland wegen der veralteten und baufälligen Industrie-Anlagen ein technischer Kollaps drohe. Nach den Vorfällen in dem Wasser-Kraftwerk im sibirischen Sajano-Schuschinskaja, bei dem es mindestens zwölf tote, 14 verletzte und 64 vermisste Arbeiter gibt, sei ein Transformator während Reparaturarbeiten explodiert. Die Decke stürzte ein, der Maschinenraum wurde sekundenschnell überflutet, zwei Turbinen wurden zerstört, eine dritte beschädigt und ein Ölfilm von 25 Quadratkilometern breitete sich unterhalb des Staudamms aus.

Die Wiener Zeitung titelt "Unfall in Kraftwerk war Anschlag" und bezieht sich damit auf eine tschetschenische Rebellengruppe, die die Verantwortung für die Vorfälle übernommen habe. Die radikale "Rijadus Salichiin" bekannte sich auch zu dem Anschlag in Inguschetien und habe mit den beiden Attacken rund hundert Menschenleben gefordert. Russland solle bei dem Sabotageakt gezielt finanziell getroffen werden, ließt man in dem Bekennerschreiben auf Kavkazcenter.com, das bei einem Schaden des Hydro-Kraftwerks von mehreren Milliarden Dollar auch gelungen sei. Weitere Ziele in wirtschaftlich wichtige Sektoren seien ebenfalls angekündigt worden.

Russland Aktuell - Medwedew glaubt, dass diejenigen, "denen Russland in seinen derzeitigen Grenzen nicht gefällt", sich schon die Hände reiben würden, nachdem die massiven Gerüchte um die Baufälligkeit russischer Industrien aufkeimten. Die 'Katastrophe am Jenissej' sei aber auch als Aufruf zur Modernisierung zu begreifen, sonst könnten "die Drohungen, über die heute gesprochen wird, zur Realität werden", so der Kremlchef. Es sei jedoch nicht das Tschernobyl des 21.Jahrhundert gewesen und daher sei der vorhergesagte Kollaps ein "Lüge und dummes Geschwätz".

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